Am 13. Juli 2026 waren Prof. Dr. Leopold Klepacki und Dr. Tanja Klepacki mit einem Organisationsentwicklungsworkshop zum Thema „Kulturelle Resilienz“ zu Gast am neueröffneten Kultur- und Begegnungszentrum kubic in Erlangen.
Worum ging es?
Ausgehend vom Selbstverstandnis des kubic, ein kommunaler Ort fur Partizipation, Diversität, Bildung und Gestaltung zu sein, konzentrierten sich die Teilnehmenden zunächst gemeinsam darauf herauszufinden, wie der kubic und seine Einrichtungen diesen Anspruch in Zeiten tiefgreifender und beschleunigter kultureller und gesellschaftlicher Transformationen leben, weiterentwickeln und nach außen sichtbar machen kann. Dabei ging es nicht um die Entwicklung abstrakter Leitbilder, sondern um eine gemeinsame Spurensuche: Wie ist der kubic geworden, was er ist? Was hat er (bisher noch) nicht werden können? Und wie konnte er bisher werden – durch das, was er und seine Einrichtungen tun in einer Welt im Umbruch?
Warum?
Digitalisierung und KI, Flucht und Migration, die Effekte von ,,Kulturkämpfen“ und normativen Kulturideen, aber auch der Klimawandel oder die gegenwärtigen weltpolitischen Neuordnungen stellen Kultur- und Bildungseinrichtungen vor drängende Fragen und Herausforderungen – weltweit und ganz konkret vor Ort.
Wozu?
Um gemeinsam besser zu verstehen, in welchen kulturell-gesellschaftliche, aber auch fachlich-professionelle und politische Traditionen und Zusammenhängen der kubic und seine Einrichtungen eingebunden sind und welche Handlungsspielräume sich daraus ergeben. Nicht als abstrakte Übung, sondern als Grundlage dafür, die eigene Arbeit (noch) bewusster zu gestalten, neu zu erzählen und weiterzuentwickeln. Kurz: Um gemeinsam klarer zu sehen, wo der kubic steht, was ihn trägt – und wo das Team des kubic etwas bewegen kann.
Wie?
Gemeinsam, konkret, explorativ und zugleich theoretisch fundiert. Das Konzept der ,,kulturellen Resilienzbildung“ gab uns dabei Perspektiven, Leitlinien und Fragen an die Hand, wie z.B.:
- Wie können der kubic und seine Einrichtungen nicht nur auf kulturelle und gesellschaftliche Veränderungen reagieren, sondern diese selbst aktiv und kritisch-konstruktiv mitgestalten?
- Wie kann der kubic zu einem Ort von Zugehörigkeit in Zeiten von Verunsicherung und Polykrisen werden?
- Wie kann der kubic interne und externe Widerständigkeiten produktiv wenden und sie zu zukunftsorientierten Gestaltungsressourcen werden lassen?
Im Hinblick auf diese und viele weitere Fragen wurden in diesem Workshop keine fertigen Lösungsmodelle und Antworten referiert. Stattdessen arbeiteten wir gemeinsam an Komplexität, identifizierten Potetiale und Widerstände und lassen kreative Formen kollektiver Zukunftsgestaltung sowie entsprechende professionelle Haltungen produktiv werden.
Was hier gemeinsam erarbeitet wurde, entstand dabei dezidiert aus dem Zusammenspiel der gelebten Erfahrung des kubic-Teams und der exemplarischen Außenperspektive der eingeladenen Expert:innen. Die inhaltlichen Schwerpunkre entwickelten wir daher gemeinsam; während aber auch bereits im Vorfeld des Workshops.
Begleitung und Moderation
Leopold und Tanja Klepacki vom UNESCO Chair in Digital Culture and Arts in Education an der FAU Erlangen-Nurnberg begleiten den Workshop; weniger als Wissenslieferant:innen, sondern vielmehr als Mitdenkende. Was hier entstand, ist mehr als die Summe unterschiedlicher Expertisen – weil wir es gemeinsam als Kollektiv von Wissenschaffenden hervorgebracht haben. Das gilt sowohl for unseren Workshop als auch for den kubic selbst – als Stadtteilzentrum, Bildungs- und Begegnungsort.
Es war uns eine große Freude, die Einrichtung und das Team ein Stück weit mit neuen Impulsen begleiten zu dürfen!
