(Post-)Digitale Kultur

Digitalisierung ist eine der tiefgreifendsten gesellschaftlich-kulturellen Transformationsdynamiken der Gegenwart. Wir alle sind längst – und oftmals ohne es zu bemerken – vom Digitalen umgeben und mit ihm verwoben. Wir sprechen daher heute bereits von einem gesellschaftlichen Zustand der Post-Digitalität (vgl. bspw. Cramer 2014 und Jörissen 2020), was keineswegs meint, dass das Digitale bereits vergangen sei, oder dass die Prozesse der Digitalisierung vollständig abgeschlossen wären. Der Begriff „post-digital“ verweist vielmehr darauf, dass das sog. „Digitale“ gleichberechtigt neben  dem sog. „Analogen“ steht und dass die Strukturen des digitalen Bereichs universell geworden sind (vgl. ebd.).

Inwiefern es wichtig ist Digitalisierung vor diesem Hintergrund dezidiert als einen globalen, (alltags-)kulturellen Prozess gesellschaftlichen Wandels und damit in kulturtheoretischer Perspektive in den Blick zu nehmen, was diese Prozesse für den Kulturort Schule bedeuten, warum angehende Lehrkräfte explizit jenseits technologischer Ausstattungsnotwendigkeiten und solutionistischer Logiken (Jörissen 2020; Morozov 2013) ausgebildet werden sollten – all diesen Fragen gehen wir derzeit in unterschiedlichen Forschungsprojekten nach. Unser erklärtes Ziel ist es, die hier beforschten Thematiken verständlich, praxisbezogen und an eingängigen Beispielen erklärt in Lehrerkräftefortbildungen zu überführen. Das aus diesem Prozess resultierende Fortbildungsangebot finden Sie im weiteren Verlauf dieser Seite!

Sie möchten mehr über das Thema „Digitalität und Digitale Tranformation“ erfahren? Am 21.01.2021 war Prof. Benjamin Jörissen live zu Gast bei WDR5 und sprach im 25-minütigen Talk-Format „Redezeit“ zum Thema „Leben in der Postdigitalität“. Viel Spaß beim Nachhören!  

Literaturverzeichnis:

Cramer, F. (2014). What is ‚Post-digital‘? In: APRJA Volume 3, Issue 1, 2014. Jörissen, B., Kröner, S., & Unterberg, L. (2019) (Hrsg.). Forschung zur Digitalisierung in der Kulturellen Bildung. Schriftenreihe Kulturelle Bildung und Digitalität. Band 1. kopaed. https://www.pedocs.de/volltexte/2020/18486/pdf/Joerissen_Kroener_Unterberg_2019_Forschung_zur_Digitalisierung.pdf

Jörissen, B. (2020). Ästhetische Bildung im Regime des Komputablen. In: Zeitschrift für Pädagogik. 66. Jahrgang 2020, Heft 3, 341-355.

Jörissen, B., Carnap, A., & Schröder, K. (2020). Postdigitale Jugendkultur: Kernergebnisse einer qualitativen Studie zur digitalen Transformation ästhetischer und künstlerischer Praktiken. In A. Scheunpflug & S. Timm (Eds.), Forschung zur kulturellen Bildung (pp. 61–78). Springer VS.

Morozov, Evgeny (2013). To Save Everything, Click Here. Technology, Solutionism and the Urge to Fix Problems That Don’t Exist. Peguin Books.

 

Ein Veranstaltungshighlight folgt an unserer Akademie gerade dem anderen. Nach der Sitzung des Fachkomitee Immatrielles Kulturerbe der Deutschen UNESCO Kommission, dessen Vorsitz Prof. Dr. Benjamin Jörissen in diesem Jahr übernommen hat,  und unserem internationalen Workshop zum Thema „Kulturelle Resilienz und Eigenrecht der Natur: Thinking from the End“ mit abschließender Lecture-Performance „CARRY ON!“, dürfen wir vom…

Im Rahmen unseres BMBF-geförderten Forschungsprojekts „Artificial Intelligence for Arts Education“ startet ab Mai unsere neue Schulungsreihe zur Anwendung von Generativer KI in der kulturellen Bildung und Kunstpädagogik. In praxisnahen Sessions vermitteln wir Grundlagen, erproben kreative Prompting-Techniken und testen gemeinsam unseren speziell entwickelten KI-Prototypen – und entwickeln diesen gemeinsam weiter. Die Schulungen richten sich an Kunstpädagog*innen,…

In der Fortbildung „Digital-ästhetische Praxis als Empowerment“ starten wir mit der Frage nach den besonderen ästhetischen Qualitäten hybrider, digital-ästhetischer (Kunst-)Praxis, um Wahrnehmungsveränderungen, Veränderungen von Gestaltungsprozessen und Veränderungen von ästhetisch tätigen Subjekten auf die Spur zu kommen und hinsichtlich ihrer Relevanz für schulische Bildungsprozesse zu befragen. Dabei richten wir ein besonderes Augenmerk auf „cross-ästhetische“ Phänomene und…

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