Wissenschaft und Forschung

Der Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur, ästhetische Bildung und Erziehung wird in den nächsten drei Jahren in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bildung und Kultur (IBK) und der Akademie der Kulturellen Bildung Remscheid das BMBF-geförderte Verbundvorhaben Postdigitale kulturelle Jugendwelten – Entwicklung neuer Methodeninstrumente zur Weiterentwicklung der Forschung zur Kulturellen Bildung in der digitalen und postdigitalen Welt durchführen.

Die Akademie für Schultheater und performative Bildung stellt für verschiedenste Erhebungen im Rahmen des Forschungsprojekts ihre Räumlichkeiten zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier!

Datum: Freitag, 30. Juni 2017
Uhrzeit: 19 bis 21 Uhr
Ort: AkademieLAB (Kulturwerkstatt Auf AEG, Muggenhofer Straße 244d, 90429 Nürnberg)

In diesem Vortrag geht es um die kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen zum Posthumanismus sowie zu nicht-anthropologischen Medien- und Kulturtheorien. In diesem Kontext werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie diese Theorieansätze und Diskurse im fiktiven Lab affirmativ aufgenommen und in künstlerisch-performativen Projekten umgesetzt werden können.

Veranstalter: Akademie für Schultheater und performative Bildung und Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur, ästhetische Bildung und Erziehung der FAU Erlangen-Nürnberg

Vortragende:

Martina Leeker: Studium der Theaterwissenschaft, Philosophie und Germanistik in Berlin und Paris; Theaterausbildung in Mime und Theater bei Etienne Decroux und Jacques Lecoq, Paris; wissenschaftlicher und künstlerischer Schwerpunkt im Bereich Theater/ Performance mit Medien; bis Herbst 2010 Juniorprofessur für Theater und Medien an der Universität Bayreuth; 2012 – 2013 Gastprofessorin für Theaterpädagogik an der UdK Berlin, seit 2013 Senior-Researcher für Methoden digitaler Kulturen an der Leuphana Universität Lüneburg (http://projects.digital-cultures.net/dcrl-experiments-interventions/). Mitbegründerin von transARTES und der Sommerakademie Theater/Schule, Brandenburg (https://www.facebook.com/pages/Sommerakademie-TheaterSchule-Brandenburg/216138725146832).

 

Gut zu wissen:

Der Gastvortrag ist eingebettet in ein Seminarangebot des MA-Studiengangs Pädagogik (Profilschwerpunkt Kulturpädagogik) :

Posthuman Chances Lab. Eine diskurskritische Installations-Performance

Im Blockseminar werden wir ein fiktives „Posthuman Chances Lab“ erarbeiten und präsentieren. Grundlage dies zu tun, ist eine kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen zum Posthumanismus (z.B.: Karen Barad, Donna Haraway, Rosi Braidotti, Brian Massumi/Erin Manning) sowie zu nicht-anthropologischen Medien- und Kulturtheorien (z. B. Bruno Latour, Mark B. Hansen, Erich Hörl, Yuk Hui, Christiane Voß, Benjamin Bratton). Diese Theorien sind hoch geschätzt, da sie auch als eine Möglichkeit gesehen werden, menschlichen Agierenden im Angesicht des Anthropozäns eine Art techno-umweltlicher Demut nahezulegen; eine Voraussetzung um die Erde noch zu retten. Zugleich stehen die genannten Theorie und die in ihnen unternommene Verabschiedung des „Menschen“ im Kontext einer techno-logischen Bedingung, in der menschliche Agierende zum Datengeber in selbst organisierten Infrastrukturen (Wendy Chun) und einer algorithmischen Gouvernementalität (Antoinette Rouvroy) werden. Es soll der Frage nachgegangen werden, wie mit dieser Ambivalenz und Gleichzeitigkeit umgegangen werden kann. Dazu werden die posthumanen Theorieansätze und Diskurse im fiktiven Lab affirmativ aufgenommen und in Projekten der Studierenden (fiktive Seminare, Trainingsapparate, Medien, Kleidung, Essen, bio-technologische Experimente etc. für posthumanes Bewusstsein und Verhalten) konkret umgesetzt. In der Affirmation sollen zugleich die kritischen Aspekte markiert und erlebbar gemacht sowie die produktiven, gegebenenfalls gesellschaftsverändernden Potenziale ausgelotet werden.

Die Präsentation der studentischen Projekte findet voraussichtlich am Sonntag, den 2. Juli 2017 in der Kulturwerkstatt Auf AEG (AkademieLAB) statt. Bei schönem Wetter wird die Präsentation ins Freie verlegt!

Der Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur, ästhetische Bildung und Erziehung wird in den nächsten drei Jahren in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bildung und Kultur (IBK) und der Akademie der Kulturellen Bildung Remscheid das BMBF-geförderte Verbundvorhaben Postdigitale kulturelle Jugendwelten – Entwicklung neuer Methodeninstrumente zur Weiterentwicklung der Forschung zur Kulturellen Bildung in der digitalen und postdigitalen Welt durchführen.

Die Akademie für Schultheater und performative Bildung stellt für verschiedenste Erhebungen im Rahmen des Forschungsprojekts ihre Räumlichkeiten zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier!

Like every pedagogical field, the fields of aesthetic, arts and cultural education (AACE) have been confronted with various transformational dynamics in recent decades. These transformations concern all aspects of AACE: the conditions of pedagogical work, the conditions of aesthetic and artistic topics and genres related to it, as well as the conditions of learners in the progressively globalized, internationalized and transculturalized world under the conditions of economization, governementalization, demographical shifts, migration, mediatization and digitalization.

In the context of our proposed winter school, we would like to discuss these transformational processes together with experts and young scholars on the basis of six main thematic areas and to determine their influence on the construction of the field of research in arts and cultural education. The winter school’s aims in regard to the young scholars involved are for them to gain a critical distance to their research object and to discuss methodological implications and innovations, but also to jointly develop theory. Young scholars from abroad may apply with their own projects, which will be presented and discussed within the duration of the winter school. Passive attendance (without a project presentation) is also possible.

The Winter School will be organized by the Chair of Pedagogy with a focus on Culture and Aesthetic Education at the Friedrich-Alexander-University Erlangen-Nuremberg with the collaboration of the UNESCO Chair for Cultural Education, the European Network of Observatories in the Field of Arts and Cultural Education linked to UNESCO (ENO), the Academy for School Theatre and performative Education and the Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung.

>> Read more!