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Wissenschaft und Forschung

Die Auswirkungen und Konsequenzen der Einflussnahme der Digitalisierung auf die Kulturelle Bildung sind bislang weitestgehend unerforscht. Um diesem Desiderat zu begegnen, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung über einen Zeitraum von vier Jahren interdisziplinäre Forschungsvorhaben zur Digitalisierung in der Kulturellen Bildung. 13 Projekte werden von 24 Hochschulen und Forschungseinrichtungen an 22 Standorten in ganz Deutschland durchgeführt.

Das Projekt DiKuBi-Meta dient als Metavorhaben der Selbstreflektion der Forschungscommunity zur Kulturellen Bildung. Es führt die Themenbereiche der Förderrichtlinie auf der Grundlage eigener international angelegter, empirisch fundierter Expertisen und Forschungssynthesen zusammen und ordnet sie in ihrer gesellschaftlichen sowie bildungswissenschaftlichen Bedeutung ein. Dabei schließt es Ergebnisse aus laufenden Vorhaben ein. Es fördert die Vernetzung der geförderten Vorhaben untereinander sowie mit thematisch verwandten Projekten im In- und Ausland.

Das erste Vernetzungstreffen des Förderschwerpunkts fand vom 28. bis 30. Juni 2018 in der Akademie für Schultheater und performative Bildung sowie in weiteren Räumlichkeiten der Kulturwerkstatt Auf AEG statt.

>> Weitere Informationen zu DiKuBi-Meta sowie dem BMBF Förderschwerpunkt „Forschung zur Digitalisierung in der kulturellen Bildung“ finden Sie hier!

Aesthetics of Transformation – Arts Education Research and the Challenge of Cultural Sustainability

Culture only persists through lived practice. It exists within iterative practices which pass on – and by doing so, inevitably reinterpret and recontextualize – cultural forms, semantics, and values. Arts, taken as a particular realm of aesthetic expression by culturally situated means, are thus important agents, shaping the tensional relation between tradition and heritage on the one hand and the multiple challenges of cultural transformation on the other: Through the discoursive practices of arts, cultures aesthetically reflect and become critically aware of themselves. Through the participation in aesthetic discourses and practices, people thus may participate in such deliberative aesthetic transformative practices. This is where arts education, cultural education and aesthetic education intersect.

In an ever changing world
– facing huge, and more often than not hegemonial, transformative forces such as globalization, digitalization, mediatization, economization and displacement/migration,
– experiencing overwhelming, disruptive complexities as well as regressive reactions against those on a global scale,
– while at the same time being challenged with the need for change towards sustainable models and modes of living,
the necessity of change and learning processes on not only political, but more so on the level of inherited cultural practices, is evident. Accordingly, cultural sustainability can no longer be regarded as a process of fixation and determination of cultural norms and ways of living (against change), but has to be understood as an idea of generating cultural tradition by shaping the transformative moments of culture in a selfdetermined manner.

This perspective – understanding arts as a agent for non/anti-hegemonial practices of transformation, and arts, cultural and aesthetic education as an agent for the empowerment towards participation in such processes – may thus foster and sharpen our understanding of the potential role of arts education (and arts education research) for sustainable development. The resulting question: „How may and does arts education contribute to cultural sustainability?“ differs vastly from sub-complex, utilitarian and functionalistic questions of how arts (education) may serve the purposes of pre defined sustainability goals. It aims towards the multiple aesthetics of transformation in arts (and likewise in less institutionalized forms of aesthetic practice), the inherent connexion of education and transformation, and finally the intersection of both.

>> More information and registration!

Mehrtägige Maßnahmen zur Förderung kultureller Partizipation bei Jugendlichen sind nicht nur aus subjektiver Sicht der Teilnehmenden Höhepunkte im Alltag, es wird auch immer wieder gemutmaßt, dass sie nicht nur die Kompetenz, sondern auch die Persönlichkeitsentwicklung positiv beeinflussen. Dies gilt insbesondere für musikpädagogisch ausgerichtete Interventionen. Diese Relevanz mehrtägiger musikpädagogischer Interventionen steht in scharfem Kontrast zu einem in mehrfacher Hinsicht bestehenden Forschungsbedarf: (1) Determinanten der Teilnahme: Wer nimmt an musikpädagogischen Interventionen teil? Und was macht diese aus Sicht der Teilnehmenden bedeutsam? (2) Gestaltungsmerkmale: Welche Merkmale der Interventionen können für etwaige Effekte verantwortlich sein? (3) Effekte: Welche fachlichen (musikalischen, performativen) und überfachlichen (vor allem sozialen) Kompetenzen erwerben die Jugendlichen im Rahmen der Interventionen? (4) Aptitude-Treatment-Interaction-Effekte: Profitieren unterschiedliche Gruppen in unterschiedlicher Weise?
Wir gehen diesen Zielen im Rahmen eines in zwei Teilprojekte gegliederten Verbundantrags nach, dessen Teilprojekte im Rahmen eines Mixed-Methods Designs miteinander verzahnt sind: (1) Ein Projekt zur Adaption von Kompetenztests und Fragebogenskalen für den Einsatz in Feldexperimenten zu musikpädagogischen Interventionen; (2) Ein Projekt mit einer Serie musikpädagogischer Feldexperimente zu Determinanten und Effekten musikpädagogischer Interventionen, ergänzt um Videographie sowie kombiniert mit qualitativen Interviews mit aktuellen und ehemaligen Teilnehmenden.

Die Akademie für Schultheater und performative Bildung stellt für verschiedenste Erhebungen im Rahmen des Forschungsprojekts ihre Räumlichkeiten zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier!

Der Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur, ästhetische Bildung und Erziehung wird in den nächsten drei Jahren in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bildung und Kultur (IBK) und der Akademie der Kulturellen Bildung Remscheid das BMBF-geförderte Verbundvorhaben Postdigitale kulturelle Jugendwelten – Entwicklung neuer Methodeninstrumente zur Weiterentwicklung der Forschung zur Kulturellen Bildung in der digitalen und postdigitalen Welt durchführen.

Die Akademie für Schultheater und performative Bildung stellt für verschiedenste Erhebungen im Rahmen des Forschungsprojekts ihre Räumlichkeiten zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier!

Datum: Freitag, 30. Juni 2017
Uhrzeit: 19 bis 21 Uhr
Ort: AkademieLAB (Kulturwerkstatt Auf AEG, Muggenhofer Straße 244d, 90429 Nürnberg)

In diesem Vortrag geht es um die kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen zum Posthumanismus sowie zu nicht-anthropologischen Medien- und Kulturtheorien. In diesem Kontext werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie diese Theorieansätze und Diskurse im fiktiven Lab affirmativ aufgenommen und in künstlerisch-performativen Projekten umgesetzt werden können.

Veranstalter: Akademie für Schultheater und performative Bildung und Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur, ästhetische Bildung und Erziehung der FAU Erlangen-Nürnberg

Vortragende:

Martina Leeker: Studium der Theaterwissenschaft, Philosophie und Germanistik in Berlin und Paris; Theaterausbildung in Mime und Theater bei Etienne Decroux und Jacques Lecoq, Paris; wissenschaftlicher und künstlerischer Schwerpunkt im Bereich Theater/ Performance mit Medien; bis Herbst 2010 Juniorprofessur für Theater und Medien an der Universität Bayreuth; 2012 – 2013 Gastprofessorin für Theaterpädagogik an der UdK Berlin, seit 2013 Senior-Researcher für Methoden digitaler Kulturen an der Leuphana Universität Lüneburg (http://projects.digital-cultures.net/dcrl-experiments-interventions/). Mitbegründerin von transARTES und der Sommerakademie Theater/Schule, Brandenburg (https://www.facebook.com/pages/Sommerakademie-TheaterSchule-Brandenburg/216138725146832).

 

Gut zu wissen:

Der Gastvortrag ist eingebettet in ein Seminarangebot des MA-Studiengangs Pädagogik (Profilschwerpunkt Kulturpädagogik) :

Posthuman Chances Lab. Eine diskurskritische Installations-Performance

Im Blockseminar werden wir ein fiktives „Posthuman Chances Lab“ erarbeiten und präsentieren. Grundlage dies zu tun, ist eine kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen zum Posthumanismus (z.B.: Karen Barad, Donna Haraway, Rosi Braidotti, Brian Massumi/Erin Manning) sowie zu nicht-anthropologischen Medien- und Kulturtheorien (z. B. Bruno Latour, Mark B. Hansen, Erich Hörl, Yuk Hui, Christiane Voß, Benjamin Bratton). Diese Theorien sind hoch geschätzt, da sie auch als eine Möglichkeit gesehen werden, menschlichen Agierenden im Angesicht des Anthropozäns eine Art techno-umweltlicher Demut nahezulegen; eine Voraussetzung um die Erde noch zu retten. Zugleich stehen die genannten Theorie und die in ihnen unternommene Verabschiedung des „Menschen“ im Kontext einer techno-logischen Bedingung, in der menschliche Agierende zum Datengeber in selbst organisierten Infrastrukturen (Wendy Chun) und einer algorithmischen Gouvernementalität (Antoinette Rouvroy) werden. Es soll der Frage nachgegangen werden, wie mit dieser Ambivalenz und Gleichzeitigkeit umgegangen werden kann. Dazu werden die posthumanen Theorieansätze und Diskurse im fiktiven Lab affirmativ aufgenommen und in Projekten der Studierenden (fiktive Seminare, Trainingsapparate, Medien, Kleidung, Essen, bio-technologische Experimente etc. für posthumanes Bewusstsein und Verhalten) konkret umgesetzt. In der Affirmation sollen zugleich die kritischen Aspekte markiert und erlebbar gemacht sowie die produktiven, gegebenenfalls gesellschaftsverändernden Potenziale ausgelotet werden.

Die Präsentation der studentischen Projekte findet voraussichtlich am Sonntag, den 2. Juli 2017 in der Kulturwerkstatt Auf AEG (AkademieLAB) statt. Bei schönem Wetter wird die Präsentation ins Freie verlegt!

Der Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur, ästhetische Bildung und Erziehung wird in den nächsten drei Jahren in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bildung und Kultur (IBK) und der Akademie der Kulturellen Bildung Remscheid das BMBF-geförderte Verbundvorhaben Postdigitale kulturelle Jugendwelten – Entwicklung neuer Methodeninstrumente zur Weiterentwicklung der Forschung zur Kulturellen Bildung in der digitalen und postdigitalen Welt durchführen.

Die Akademie für Schultheater und performative Bildung stellt für verschiedenste Erhebungen im Rahmen des Forschungsprojekts ihre Räumlichkeiten zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier!

Like every pedagogical field, the fields of aesthetic, arts and cultural education (AACE) have been confronted with various transformational dynamics in recent decades. These transformations concern all aspects of AACE: the conditions of pedagogical work, the conditions of aesthetic and artistic topics and genres related to it, as well as the conditions of learners in the progressively globalized, internationalized and transculturalized world under the conditions of economization, governementalization, demographical shifts, migration, mediatization and digitalization.

In the context of our proposed winter school, we would like to discuss these transformational processes together with experts and young scholars on the basis of six main thematic areas and to determine their influence on the construction of the field of research in arts and cultural education. The winter school’s aims in regard to the young scholars involved are for them to gain a critical distance to their research object and to discuss methodological implications and innovations, but also to jointly develop theory. Young scholars from abroad may apply with their own projects, which will be presented and discussed within the duration of the winter school. Passive attendance (without a project presentation) is also possible.

The Winter School will be organized by the Chair of Pedagogy with a focus on Culture and Aesthetic Education at the Friedrich-Alexander-University Erlangen-Nuremberg with the collaboration of the UNESCO Chair for Cultural Education, the European Network of Observatories in the Field of Arts and Cultural Education linked to UNESCO (ENO), the Academy for School Theatre and performative Education and the Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung.

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