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Praxisprojekte

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Studio für junges Theater – theater zwo sieben

„Emilia Galotti“

Emilia_Foto (web)

Ein korrupter Staat. Ein Ehrenmord. Eine Frau will sich vor Ihrer Verführbarkeit schützen lassen. Eine andere Frau ist bewaffnet. Religiöser Fanatismus. Blutrünstige Rachefantasien. Entführung in fremdes Hoheitsgebiet. Ein Mordkomplott und die Sehnsucht, Murmeltiere jagen zu gehen in den Alpen. Kurz und knapp: Emilia Galotti – German Leitkultur pur.
Die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler des theater zwo sieben schieben jeglichen moralischen Aufklärungsgestus beiseite und holen Emilia direkt in ihre Lebenswelt. Wofür lohnt es sich zu sterben?

Ab 14 Jahren
Ca. 60 Min

Dieses Projekt wird ermöglicht aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, des Bezirks Mittelfranken sowie durch die Stadt Nürnberg.

Premiere: Samstag, 04. Oktober 19:00 Uhr, Werkstatt 141 (Muggenhoferstraße 141, 90429 Nürnberg)
Weitere Aufführungen:
Di 06.10. (19:00), Mi 07.10. (11:00+19:00), Fr 09.10. (11:00+19:00), Sa 10.10. (19:00), Mi 21.10. (19:00), Do 22.10. (14:30), Mi 11.11. (14:30+19:00), Do 12.11. (11:00+19:00)

Eintrittspreis: 8€ / 6€ ermäßigt
Schulgruppen ab 10 Personen je 5€; Begleitpersonen haben freien Eintritt.

Regie: Veit Güssow

Bühne & Kostüme: Johanna Deffner

Foto: Helmut Schwengler

Grafik/Gestaltung: Juliane Lory

Projektarchiv – Abgeschlossene Projekte

Kooperation mit dem Jugendclub des freien Theaters „zwo sieben“

Frei.Zeit.

Das freie Jugendtheater „zwo sieben“ (Nürnberg) erweiterte im Jahr 2014 seine Ausrichtung um die Sparte „Theater mit Jugendlichen“. Zu diesem Zweck wurde ein Jugendclub ins Leben gerufen, der theaterinteressierten Schülerinnen und Schülern die Chance bietet, zusammen mit Regisseuren und Schauspielern des „theater zwo sieben“ eine Produktion zu erarbeiten. In Zusammenarbeit mit der „Akademie für Schultheater“ entstand auf dem ehemaligen AEG-Gelände in Muggenhof eine Theaterproduktion, die im Sinne des „authentischen bzw. biografischen Theaters“ gestaltet wurde.

Die Leitung des Jugendclubs übernahmen die erfahrenen Regisseure Susanna Nieradzik und Dirk Benker, die als Theaterlehrer im schulischen Rahmen bereits viel Erfahrung in der Theaterarbeit mit Schülern erworben haben. Die Proben fanden an ausgewählten Terminen (freitags und samstags) auf dem AEG-Gelände (Werkstatt 141) und in den Proberäumen des „theater zwo sieben“ statt.

Die gemeinsam erarbeitete Produktion „Frei.Zeit.“ feierte am 10. November 2014 Premiere.

Bei der Arbeit in der Gruppe hatte sich sehr schnell „Zeit“ als bestimmendes Thema herauskristallisiert. Probentermine waren schwer zu finden, immer hatte man zu wenig Zeit und gerade deswegen war Freizeit so wichtig. Sogar die allgemeine Erklärung der Menschenrechte hält in Artikel 24 ein „Recht auf Erholung und Freizeit“ fest. Ausgehend vom Zeitverständnis der Jugendlichen und ihren Erwartungen und Wünschen wurden vor diesem Hintergrund einzelne Szenen gestaltet und mit literarischen Fundstücken verschränkt. Figuren aus Shakespeares „Hamlet“ oder Michael Endes „Momo“ tauchten so in der Produktion auf und trafen mit den Vorstellungen und Erfahrungen der Jugendlichen des Jahres 2014 zusammen.

Während der Proben entstanden dabei auch Szenen, die an verschiedenen Stellen auf dem AEG-Gelände angesiedelt waren und eine Einführung in die Produktion darstellten. Das Publikum musste also zunächst das Gelände erkunden, bevor es der eigentlichen Aufführung in der Werkstatt 141 beiwohnen konnte. Dabei hatten sich die Jugendlichen Stellen auf dem Gelände ausgesucht, welche sie in irgendeiner Form mit dem Begriff „Zeit“ assoziierten.

Im Laufe der gemeinsamen Inszenierungsarbeit hatten sich die Jugendlichen überlegt, was „Zeit“ überhaupt ist und ob es so etwas wie „Zeit“ überhaupt wirklich gibt, denn eigentlich sind Sekunden, Minuten, Tage, Jahre doch nur eine Erfindung des Menschen, auch wenn sie genau messbar sind. Darüber hinaus hatten sie sich mit folgende  Fragen auseinandergesetzt: In welchen Situationen empfinden wir, dass unsere Zeit langsam vergeht? Wann rennt sie und woran liegt das? Wie kann man das Vergehen von Zeit theatral darstellen? Mit wenigen Requisiten und reduzierten Textfragmenten entstand so eine Collage, die sich mit dem beschäftigt, von dem wir alle zu wenig haben.

Tanztheaterprojekte für bayerische Schulen

Mit diesem vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus maßgeblich unterstützten Projekt widmete sich die Akademie für Schultheater und Theaterpädagogik neben dem Bereich der Lehrerfort- und -weiterbildung wieder einmal der Durchführung von Praxisprojekten mit Kindern und Jugendlichen. Im Zentrum der Projektarbeit stand die Realisierung mehrerer Tanztheaterprojekte an bayerischen Schulen für die der renommierte Tänzer Alan Brooks gewonnen werden konnte.

Alan Brooks wurde in England geboren und begann seine Tanzkarriere an der renommierten Rambert School in London. Dem erfolgreichen Abschluss folgte ein zweijähriges Engagement am Scottish Dance Theatre in Dundee, Schottland. In dieser Zeit entstanden auch erste Jugendprojekte und Choreographien. 1998 wechselte Alan Brooks als Solist zum Ballett Theater München (BTM). Unter der künstlerischen Leitung von Philip Taylor tanzte er dort u.a. in Werken bekannter Choreographen wie Philip Taylor, Jiri Killian, Carolyn Carlson und Rui Horta. Im Jahr 2003 initiierte Alan Brooks mit „Tanz mal drei“ ein richtungsweisendes Tanzprojekt für Schüler und Jugendliche, an das er in den letzten Jahren mit dem Projekt „Schultanz in Bayern“ sehr erfolgreich anknüpfen konnte. Zusätzlich zu der Konzeption und Leitung dieses Schulprogramms entstanden in dieser Zeit auch choreographische Arbeiten und Tanzprojekte für das Ballett Theater München, die Münchener Philharmoniker und das Staatstheater am Gärtnerplatz. Seit 2007 ist Alan Brooks als freiberuflicher Tänzer, Choreograph und Projektleiter mit Arbeiten in München, London und Frankreich tätig.

Im Fokus des hier vorgestellten Projekts standen insbesondere die Haupt-, Mittel- und Realschulen sowie die Förderzentren. Grundsätzlich wurden aber auch schulartübergreifende Projekte bzw. Projekte mit Schülergruppen aus verschiedenen Schulen ermöglicht. Ziel war es den Schülerinnen und Schülern Freude an der Musik sowie an der Darstellung auf der Bühne zu vermitteln und in ihnen das Interesse am tänzerischen Ausdruck zu wecken. Im Rahmen dieses Projekts sollte den Mädchen und Jungen jedoch mehr vermittelt werden als ein verbessertes Rhythmusgefühl. In der künstlerischen Arbeit auf der Bühne sollten die Kinder und Jugendlichen lernen, sich besser wahrzunehmen und sich zu präsentieren. Neben der Schulung der eigenen Körperbeherrschung und der Koordination ging es daher insbesondere um die Bildung der eigenen Persönlichkeit sowie um die Erlangung sozialer Kompetenzen. Im Tanztheater ergaben sich für die Schülerinnen und Schüler ganz neue Herausforderungen. Die Kinder und Jugendlichen erfuhren sich in den – für die meisten eher ungewohnten – tänzerischen Bewegungen sowie in ihrer Rolle als (Theater-)Tänzer auf einer Bühne als ein(e) Andere(r). In diesem Prozess der Selbstbefremdung konnten sie ihre eigenen Stärken entdecken, sich mutig neue Ziele stecken und ihr Selbstbewusstsein stärken.

Art und Umfang des jeweils konkreten Projektes wurden in unmittelbarer Absprache zwischen der jeweiligen Schulleitung, den verantwortlichen Lehrkräften und der Akademie für Schultheater definiert. In der Regel handelte es sich um einwöchige Workshops mit einer Abschlusspräsentation, die vor Ort an den betreffenden Schulen stattfanden.

Zugvögel//Göçmen Kuşlar//Migratory Birds

Mehr als 80 Jugendliche aus Nürnberg, Moers, Wien und Istanbul trafen sich Ende Mai 2012 zum JugendTheaterFest „gemeinsam türkisch – Zugvögel//Göçmen Kuşlar//Migratory Birds“ am Staatstheater Nürnberg und Auf AEG. Ausgangspunkt für das Projekt war die Frage, wie die Lebenswelt junger türkischstämmiger Deutscher oder Österreicher und die der Rückkehrer in Istanbul aussieht. Ein spannender, vergleichender Blick über den Tellerrand hinaus, der in den einzelnen Produktionen der beteiligten Gruppen thematisiert wurde. Auch die Produktion des Staatstheaters über Identität türkischstämmiger Menschen in Nürnberg anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Anwerbeabkommen“ – „Süper Türken“ – war bei dem JugendTheaterFest zu sehen. Jeweils im Anschluss an die einzelnen Aufführungen luden die Spielleiter/Regisseure im Foyer des Schauspielhauses Interessierte zu Hintergrundgesprächen ein. Zudem fanden an zwei Vortmittagen Workshops (unter Leitung von Studenten der Theaterpädagogik und des Darstellenden Spiels der Universtität Erlangen-Nürnberg) statt, in denen die teilnehmenden Jugendlichen Nürnberg theatral entdecken und die jeweiligen Schwerpunkte ihrer Projekte weiter verfolgen konnten. Stichproben aus diesen Workshops zeigten sie in einer großen Abschlussrunde.

Programmübersicht

Donnerstag, 24. Mai 2012

17:00 Uhr | Eröffnung (Staatstheater, Kammerspiele)

RAMPI RAMPI
Theaterjugendclub Staatstheater Nürnberg

BLOOD IS RED IN EVERYONE
Pirckheimer-Gymnasium, Nürnberg

20:00 UHR | SLAM SHUT (Staatstheater, Kammerspiele)
Theaterjugendclub Staatstheater Nürnberg

Freitag, 25. Mai 2012

15:00 Uhr | KRIMINAL ŞIPILFILIM (Theater O)
Johann-Daniel-Preißler-Mittelschule, Nürnberg

17:00 Uhr | I AM SO INTEGRATED. DER INTERNATIONALE CRASHTEST (Staatstheater, Bluebox)
Jugendclub Schlosstheater Moers

20:00 Uhr | EMINE – EMINE – CANSU (Staatstheater, Kammerspiele)
Tiyatro Oyunbaz Istanbul

Samstag, 26. Mai 2012

17:00 Uhr | SAG MIR, WER ICH BIN (Auf AEG)
Theater Foxfire Wien

20:00 Uhr | PERIFERI (Staatstheater, Kammerspiele)
Ludwig-Uhland-Mittelschule Nürnberg und Theater O

20:15 Uhr | SÜPER! TÜRKEN! (Staatstheater, Bluebox)
von Jessica Glause, Staatstheater Nürnberg

Sonntag 27. Mai 2012

11:00 Uhr | GEMEINSAM TÜRKISCH!? (Foyer Schauspielhaus)
PROLOG eine EPOCHE – eine Collage
Präsentation und Gespräch mit Hasan Çil
Anschließend Diskussion und Roundtables

FAUST-Projekt

Pudel

Goethes „Faust“ stand im Mittelpunkt des Klassik-Projekts das die  Akademie für Schultheater und Theaterpädagogik in Kooperation mit dem „Studio für junges Theater – theater zwo sieben“ und mit freundlicher Unterstützung der Friedrich Stiftung erstmals Ende 2011/Anfang 2012 durchführte. In einem „postdramatisch-essyistischen“ Zugriff näherten sich 12 SchauspielerInnen und die Regie diesem Klassiker an, erkundeten ihn und kochten ihn – wie eine gute Tomatensoße – ein.

Die Nürnberger Nachrichten schrieben hierzu: „Die jungen Zuschauer erfahren, dass großes Theater auch mal mit einfachen Mitteln gezeigt werden kann.

Neben den regulären Aufführungsterminen wurden auch spezielle Schulaufführungen mit Nachbesprechungen angeboten.

Eine Wiederaufnahme der Inszenierung erfolgte im Jahr 2014.

Perspektive Nürnberg
ABSPRUNG, fertig, los!

perspektive nuernberg

Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen der Hauptschule Neptunweg, des Sonderpädagogischen Förderzentrums Langwasser und des Hans-Sachs-Gymnasiums reflektierten gemeinsam in einer tanztheatralen Performance ihre soziale Gegenwart sowie ihre Perspektiven und Visionen.

Ein Kooperationsprojekt zwischen Schulen und außerschulischen Partnern im Bereich der ästhetisch-kulturellen Bildung und ein Kooperationsprojekt im Bereich der Sparten Schultheater und Schultanz.

Konzept und Inszenierung: Ulrike Mönch-Heinz und Alexandra Rauh

Kooperationspartner: Bundesverband Theater in Schulen, Bundesverband Tanz in Schulen, Akademie für Schultheater und Theaterpädagogik

Gefördert durch: Stadt Nürnberg, Sparkasse Nürnberg